Wir alle brauchen in unserem Leben Zeichen und Symbole. Sie helfen uns zu orientieren, damit wir wissen, was wir tun sollen. Auch das Weihnachtsfest wird uns durch Zeichen und Symbole nahegebracht: Denken wir an die symbolhafte Darstellung des Stalles zu Behtlehem: die Krippe mit dem Kind, Maria und Josef, die Christbäume und Geschenke.
Dieser Brauch des Schenkens geht ja auch zeichenhaft zurück auf das Geschenk das Gott uns machte, indem er seinen Sohn Mensch werden ließ, in dem Gott selbst Mensch wurde. Aus Liebe zu jedem Einzelnen von uns wurde Gott einer von uns. So sind auch unsere gegenseitigen Geschenke Zeichen der Wertschätzung und Zuneigung, die wir zu anderen Menschen haben - oder andere Menschen zu uns. Weil Gott uns aus Liebe zu uns ein Geschenk gemacht hat, seinen Sohn, machen auch wir uns Geschenke, aus Liebe und Anerkennung!
Was sind nun diese Zeichen, an denen wir Christen uns orientiern, woran können wir den Willen Gottes für unser Leben erkennen?
Gott ließ seinen Sohn als KIND in diese Welt kommen, als kleines Kind, das hilflos in einer Krippe lag! Dieses Kind war auf die Liebe, die Sorge und Hilfsbereitschaft anderer Menschen angewiesen. Jesus brauchte menschliche Wärme, er brauchte Liebe und er hat sie angenommen.
Gott hätte auch anders Menschengestalt annehmen können, aber er kam als Kind. Dass Jesus als hilfloses Kind in diese Welt gekommen ist, das die Liebe der Menschen, seiner Familie brauchte, ist ein Zeichen, ein Symbol, ein Aufruf an uns Menschen zur Liebe. Liebe zu Gott und auch zu den Mitmenschen. Nicht erst durch die Lehre und Verkündigung von Jesu wissen wir, dass die Gottesliebe und die Nächstenloiebe das Hauptgtebot für uns ist.
Das bedeutet für uns: auch das Einfache und Unscheinbare geschieht nach dem Willen Gottes. Wir sollten nichts im Leben, in der Natur, verachten oder gering schätzen, durch nichts blenden onder verblenden lassen. Alles hat seinen Sinn, übersehen wir nur nichts. Gott ist auch im Unscheinbaren bei uns!
Auch durch die Armut setzte Gott ein Zeichen: wir sollten an der materiellen und seelischen Armut anderer Menschen nicht vorübergehen, wir dürfen nicht wegschauen und nicht egoistisch leben. Auch der Arme ist ein Kind Gottes, unsere Schwester, unser Bruder!
Wenn wir in den Tagen um das Weihnachtsfest vor der Krippe stehen und wir dabei die Zeichen, die Gott beider Geburt seines Sohnes gesetzt hat, bedenken und beachten, dann erfüllt sich für uns die eigentliche Botschaft der Weihnacht: Christus soll in unserem Herzen wiederum zur Welt kommen - seine Krippe sei heute unser Herz!
Das verspricht auch das Weihnachtsevangelium, wo es im Schluss-Satz heißt:
Alle, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden!
GR Diakon Gerhard BISTRICKY